Pinot Noir

Im 12. Jahrhundert kamen Zisterzienser Mönche in die Thermenregion südlich von Wien und brachten eine Rebsorte mit, die heute zu den wichtigsten der Region zählt: den Pinot Noir. Für uns ist Pinot Noir eine Herausforderung, die wir gerne annehmen. Wir beschäftigen uns mit dem Thema Pinot Noir seit 1975 und haben in unseren Weingärten neun verschiedene Selektionen dieser äußerst schwierigen Rebsorte ausgepflanzt. Jede einzelne dieser Selektionen in Verbindung mit unterschiedlichen Unterlagsreben, welche optimal zu den Bodenbeschaffenheiten abgestimmt sind, erbringt unterschiedlich ausgeprägte Fruchtaromen. Der Lesezeitpunkt variiert bis zu drei Wochen. Unser jüngstes Projekt führt uns dahin zurück, wo der Pinot Noir seinen Ursprung in der Thermenregion hat. In Gumpoldskirchen auf einer Seehöhe von etwa 450 m, auf einem Plateau über dem Kalksteinbruch, dort haben wir besondere Gegebenheiten für diese Rebsorte gefunden: kalkreichen, tiefgründigen Boden mit hohem Tongehalt, 20 bis 30 jährige Rebstöcke, sehr geringer Ertrag, drei Wochen längere Vegetationszeit und ständig wehenden Wind, der die Trauben nach einem Regenfall schnell abtrocknet.

Aus Rieden um Tattendorf und zu einem kleinen Teil bei Gumpoldskirchen kommen die Trauben für einen finessenreichen, fruchtigen Pinot Noir, der ausschließlich im großen Holzfass reift. In Jahren mit besonders günstigem Witterungsverlauf keltern wir aus den besten Trauben der Tattendorfer Ried Holzspur, deren Reben 1975 ausgepflanzt wurden, einen besonders komplexen, vielschichtigen Pinot Noir. Nach sorgfältiger Selektion der Trauben und Vergärung im Holzgärständer legen wir diesen Wein für etwa 18 Monate in kleine Holzfässer. Erst nach einer Flaschen­reife von weiteren zwölf Monaten gelangt er in den Verkauf.

Pinot Noir Traube